Mittwoch, 30. Januar 2019

30.01.2019 - Hexen


Hexen verbrennen

Ich bin in Grimmen/Vorpommern geboren - 21.09.1948.

1536 wurde Grimmen protestantisch. Grimmen liegt in Vorpommern - und war von 1648 bis 1815 schwedisch. Darnach wurde die Stadt preußisch.

Der protestantische Rats der Stadt in Grimmen verurteilte bis 1695 bis 1697 drei Frauen als Hexen. Die Frauen wurden verbrannt.

Hexen-Verbrennungen im protestantischen Heilbronn? Wo und Wann? Und Warum?

Pommern war bis in 19. Jahrhundert noch sehr heidnisch - wie Schweden auch ... das Christentum wurde erst nach 1.000 n. Chr. - Schritt vor Schritt – und ganz langsam im Volk geduldet ... von den Eliten als brutales Macht-Instrument benutzt.

Der Protestantismus hat das Inhumane des Christentums ab 1530 nochmals verstärkt - siehe Hexen- und Schwulen-Wahn ... während in Italien und Frankreich die Renaissance aufblühen...

Ich habe vor 20 Jahren meine alte Heimat besucht ... riesige LPG-Felder, flach, kalt, die Leute - vor allem die Frauen - oft besoffen, Vorpommern hat die höchste Alkoholiker-Dichte in Deutschland, und unfreundlich. Merkel-Land.

Bismarck sagte einst, wenn die Welt unterging - in Pommern wird die Welt erst zwanzig Jahre später untergehen.

Keine Kultur ... einst eine Hochburg der Nazis in Deutschland ... der Nazi-Bürgermeister machte Selbstmord, der Nazi-Kreisleiter wurde von den Russen in einer Kiesgrube erschossen ... 1955 sangen die besoffenen Pommern noch das Horst-Wessel-Lied in der Kneipe ...

SED und Russen duldeten das - knirschend. Und nach 1989 hatten die Vor-Pommern das - die deutsche Wiedervereinigung - nicht richtig mitbekommen … SED/PDS blühte noch lange im DDR-Untergang richtig auf.

Russische Steppe ist halt nicht weit, wahrlich ...

Konrad Adenauer, wenn er nach zur Reichsstadt Berlin reiste, hat er ab Magdeburg im Zugabteil die Jalousien runterließen ... denn, so meinte Adenauer, „jetzt beginnt die russische Steppe“ ...

Heute noch liegt Berlin in der russischen Steppe. Im Angela-Merkel-Land. Berlin war und ist eine sozialistische Stadt, ob in der DDR, BRD oder in Nazi-Deutschland - immer von Subventionen abhängig ... wie von Rauschgiften.

Rauschgifte und Geschlechtskrankheiten waren in Berlin immer Mode ...

Ich bin froh, dass meine Eltern mich aus Vorpommern 1958 ins Ländle verschleppt haben ... wahrlich, wahrlich.

Dienstag, 29. Januar 2019

29.01.2019 - Meteor

Eine Zeit in der Hölle
Arthur Rimbaud (* 20. Oktober 1854 in Charleville; † 10. November 1891 in Marseille) war ein französischer Dichter und gilt als einer der einflussreichsten französischen Lyriker. Rimbaud hatte wie ein Meteor am Dichterhimmel alle Begriffe und Konventionen durcheinandergewirbelt und ein Delirium hinterlassen, das er nun in der Einsamkeit von Roche unter dem Titel „Une Saison en enfer“ (Eine Zeit in der Hölle) zu fixieren suchte:
„Ich liebte die ganz einfältigen Malereien, über Türen bunte Friese, Bühnenbilder, Jahrmarktsbilder der Gaukler, Ladenschilder, volkstümliche grelle Illustrationen; verstaubte Literatur, Kirchenlatein, erotische Bücher, die von Orthographie nichts wussten, Romane unserer Großmütter, Märchen, kleine Bücher der Kindheit, alte Opern, banale Refrains, naive Verse. Ich träumte Kreuzzüge, Entdeckungsreisen, über die es keine Berichte gibt, Republiken ohne Geschichte, erstickte Religionskriege, umgestürzte Sitten, Wanderungen der Völker und Kontinente: ich glaubte an allen Zauber. Ich erfand die Farbe der Vokale! – A schwarz, E weiß, I rot, O blau, U grün. – Ich bestimmte Form und Bewegung eines jeden Konsonanten, und mit Hilfe unwillkürlicher Verse schmeichelte ich mir, eine poetische Sprache zu erfinden, die früher oder später allen Sinnen zugänglich sein würde ... Ich schrieb das Verschwiegene, Nächte, ich notierte das Unaussprechliche. Ich hielt den Taumel fest ... Der poetische Trödel hatte großen Anteil an meiner Alchimie des Worts. Ich wurde vertrauter mit der einfachen Halluzination: ohne weiteres sah ich eine Moschee an der Stelle einer Fabrik, eine Schule, in welcher Engel das Trommeln lehrten, Kaleschen auf den Straßen des Himmels, einen Salon auf dem Grund eines Sees; die Ungeheuer, die Geheimnisse; der Titel eines Singspiels türmte Schreckensbilder vor mir auf ... Ich liebte die Wüste, die versengten Obstgärten, die verstaubten Läden, die schal gewordenen Getränke. Ich schleppte mich durch die stinkenden Gassen, und mit geschlossenen Augen gab ich mich der Sonne hin, der Göttin des Feuers ... Ich musste auf Reisen gehen, die Zauber verscheuchen, die sich in meinem Gehirn gesammelt hatten...“

Montag, 28. Januar 2019

28.01.2019 - Kneipp


Der heilige Sebastian
Der Speisesaal im Kloster ist einfach und schmucklos. Jeder Gast bekommt seinen Platz zugewiesen, was im ersten Moment befremdlich wirkt, aber Sinn ergibt. Unweigerlich kommt man ins Gespräch mit seinen schicksalhaften Tischnachbarn und erlebt dabei manche Überraschung. Schwester Klaudia neben uns trägt zwar ihre dunkle Ordenskluft, ist aber keine graue Maus, sondern ganz pfiffig am Start. Da sie schon ein paar Tage hier ist, hat sie einen wertvollen Erfahrungsvorsprung. Den Apfel-Rote-Bete-Saft zum Vortisch legt sie uns wärmstens ans Herz, aber Vorsicht, wenn der Smoothie aus Traube und Kohlrabi umgeht. „Da muss man sich die Nase zuhalten beim Trinken“, warnt sie mit einem Augenzwinkern. Wie erwartet, fällt die Speisekarte sehr gesund aus. „Wenig vom Tier“, war Kneipps kulinarische Devise, und so ist jeder Vegetarier hier gut aufgehoben. ... (FAZ)

Sonntag, 27. Januar 2019

27.01.2019 - Beichte

Lügner und Vertuscher
Bertolt Brecht hat widerliche Stalin-Gedichte geschrieben ... wer Hitler-Gedichte geschrieben hat, bei dem ich misstrauisch, sehr sogar ... ich verachte Brecht deshalb auch ...
Siehe auch den Schriftsteller Günter Grass ... den ich 1969 auf den ev. Kirchentag in Stuttgart... der Lügner G. ... ein Apotheker aus Tübingen war dort aufgestanden ... und grüßte plötzlich seine Kameraden aus der SS ... und trank eine Flasche Zyankali ... und war tot ... seine Tochter hat ein Buch über ihren Vater geschrieben ... sie ist heute bei den Grünen ... Grass aber hat geschwiegen ...
Der SS-Mann Günter Grass - der Lügner - und seine Bücher ... ich hatte alle ... dann verkauft ... nicht, weil GG bei der SS war, sondern weil er jahrelang gelogen hat ... ich habe seine Hetzworte gegen die Nazis im Ohr ... wer in den zwei deutschen Diktaturen mitgemacht und Verbrechen begangen hat, der sollte angeklagt und bestraft werden, wenn in der Tat ein Verbrecher war ... aber die Lügner, die Vertuscher, die verachte ich ... Sünder sind wir alle ... sehr menschlich ist für mich aber die Beichte ... sehr menschlich ...
Siehe aber auch Erhard Eppler, Mitglied der NSDAP ... das kam erst heraus, als die Partei-Karteikarten aus Washington nach Bonn kamen ... und die Politik schwieg - insbesondere Linken, die Sozis und die Grünen ...

Samstag, 26. Januar 2019

26.01.2019 - Bürgerkrieg

Verfassungsfeinde
 

Die Linken feiern jetzt den hundertsten Gründungstag der KPD. Diese Partei war eine Filiale der Sowjetunion, und ihre führenden Funktionäre wurden zu Speichelleckern Josef Stalins, eines der größten Massenmörder in der Geschichte der Menschheit. Ihre Organisationsstruktur war undemokratisch und ihre Weltbild totalitär. 

Und die KPD wollte 1918/1919 Deutschland durch eine blutige Revolution in einen kommunistischen Sowjet- und Diktatur-Staat machen  (siehe Sowjet-Russland). Wer diese kommunistische Partei heute feiert, der ist ein wirklicher Verfassungsfeind.
 

Wie hätte der deutsche Staat auf eine Gedenkveranstaltung der AfD etwa zum Gründungstag der DNVP reagiert?
 

Würde die AfD den Hitler-Putsch in München 1923 ... oder die Machtübernahme von 1933 ... oder das Ermächtigungsgesetz im Reichstag gefeiert haben, dann wäre die AfD selbstverständlich eine verfassungsfeindliche Partei. Hat sie aber nicht gemacht.
 

Heute - da haben wir offenbar eine Stasi-DDR2.0- ein geheimnisvolles Gutachten der deutschen Geheimbehörde macht die Runde, und es wirkt wie eine Anklage, die der Beschuldigte nicht zur Kenntnis erhält. Was soll das?
Siehe ...Venezuela ... Kommunisten gegen Demokraten ...
Es droht jetzt ein blutiger Bürgerkrieg ...

Freitag, 25. Januar 2019

25.01.2019 - Prozesse

Welche Todesstrafe?
 

Beim Nürnberger Prozeß wurden nach 1945 von den Allierten viele Nationalsozialisten zum Tode verurteilt und hingerichtet. Die Mehrheit der Deutschen war damals Befürworter der Todesstrafe. Von deutschen  und europäischen Gegnern der Todesstrafe war von Protesten allerdings damals nichts zu hören.

Ein Freund fragte mich neulich, warum nach 1989 die kommunistischen DDR-Mörder und -Verbrecher nicht auch zum Tode verurteilt wurden. 

Genau deshalb ...
 

Weil die westdeutschen Politiker (aus CDU, CDU, SPD, Grüne, FDP, DKP), die nahezu monatlich nach Ostberlin zu ihren kommunistischen DDR-Freunden gepilgert waren, da war nach dem Jahr 1989 selbstverständlich keine Forerung für eine Todesstrafe für politisch-linke Verbrecher zu vernehmen... Proteste waren vor 1989 kaum von westlichen (grün-rot-gelb-schwarzen) Politikern über die DDR-Todesstrafe zu vernehmen ...
 

Geschichte wird von Siegern offenbar geschrieben, von jenen Deutschen, die im Westen sich die Demokratie nicht selber erkämpft haben ... und im Osten wurden die kommunistischen Diktatur-Symphatiesanten kaum bestraft und sitzen als Linke im Bundestag ... siehe die SPIEGEL-Lügen im Journalismus ...

Donnerstag, 24. Januar 2019

24.01.2019 - Die Guten

SPIEGEL-Mitarbeiter
Im SPIEGEL war der traurige Satz zu lesen: «Wie unvoreingenommen können Journalisten noch berichten, wenn ihr eigenes Verhalten infrage gestellt wird?»

Was genau bedeutet diese offenbar rhetorisch gemeinte Frage? Dass niemand massloses, böswilliges oder dummes Verhalten von Journalisten thematisieren darf? Beim «Spiegel» ist das Selbstbewusstsein immer besonders ausgeprägt. Aber es steht zu fürchten, dass viele Vertreter des Berufsstands diesen Immunitätsanspruch teilen. Die unausgesprochene Grundannahme der Journalisten lautet zu oft: Wir sind die Guten, wir haben keine eigenen 


Interessen, wir stehen für die Kritik an den Mächtigen, wir können die Wahrheit erkennen. Es ist schon klar, dass Journalisten nach alldem streben müssen – aber jede Lebenserfahrung spricht dagegen, dass das immer gelingt. 

In Sachen Relotius war nun wirklich nichts mehr zu retten, weshalb der «Spiegel» dann eben die tollste selbstkritische Titelgeschichte, die beste Fehleraufarbeitung aller Zeiten, den schonungslosesten Umgang mit einem Ex-Mitarbeiter präsentierte – und alles war wundervoll geschrieben. NZZ

Mittwoch, 23. Januar 2019

23.01.2019 - Berlin

Die dumpfe Hauptstadt
Berlin war als deutsche Haupstadt immer schon ein ekelhafter Sündenpfuhl, Kasernenhof und mit dem größten Puff Europas ... und hat immer schwachsinnge, bösartige und mörderische Ideen geboren, mit kommunistischen und nationalsozialsitischen Fieberschüben.
Das spießige und gouvernantenhaftige Deutschland - beim dummköpfige Kaiser, in der fiebrigen Wiener Republik, beim  dumpfen und massenmöderischen Nazi-Deutschland, bei der gedanken-verbotenen und stasi-verseuchteten DDR ... und jetzt bei der sozialistisch-evangelischen FDJ-Merkel, auch Kanzlerin genannt ...  die notwendigste und richtige Hauptstadt Deutschlands wäre seit Jahrhhunderten Frankfurt am Main - mitten im Lande ... Kaiserstadt und mit einem wichtigen und blutig-erkämpftem Parlament in der Paulskirche ...

Dienstag, 22. Januar 2019

22.01.2019 - Architektur

Häßliche Architektur
Ist Heilbronn hässlich? Aber sicher!
Häßliche Gebäude in Heilbronn??? ... Selbstverständlich - immer schon ...
Häßliche Architektur ist in Heilbronn ... aber sicher - die Kreissparkasse, das Wollhaus-Center, das Allee-Einkaufszentrums, Theaterforum K3, das Stadttheater, die Harmonie, Rosenau-Hochhaus, Hauptbahnhof, Kilianskirche, etc.
Heilbronn ist wahrlich eine der häßlichsten Städte in Deutschland... woran liegt das wohl? Menschen mit einem schlechten Geschmack und schiefe Gedanken  bauen hässliche Gebäude ...

Montag, 21. Januar 2019

21.01.2019 - Seit 500 Jahren

Sie haben gewählt
Die Briten haben gewählt, aus die maroden EU zu verlassen. Sie werden diese schiefe EU als Sieger verlassen ... wie immer in ihrer Geschichte - seit 500 Jahren. Die deutsche und sozialistisch-evangelische Kanzlerin Merkel (CDU) hat mit ihrer DDR2.0-Politik diese EU zerstört, dass sieht man an ihrer Wirtschafts- und Flüchtlingspolitik ... und an Spanien, Frankreich, Italien, Polen, Balkanstaaten oder Skandinavien ... Europa wird deshalb zudem zwischen China, Russland, Indien und USA zerrieben - auch durch deutsche Gier und der grandiosen Dummheit ihrer Manager und Politiker ...

Sonntag, 20. Januar 2019

20.01.2019 - Rosa

Antidemokratin R.L.
Rosa Luxemburg, die Kommunistin, die Deutschland 1918/1919 durch eine blutige und grausame Revolution zu einer sozialistischen Diktatur machen wollte, sagt ihren Genossen, wie man diese Revolution mit voller Brutalität durchführen soll:
„Sei ruhig, werde nicht nervös und zeige keine falsche Bescheidenheit: tritt mit aller Brutalität für unsere Sache ein.“
Ulbricht und Pieck waren ihre Schüler - siehe die Diktatur DDR ...
Rosa Luxemburg  war wie alle Kommunisten eine Antidemokratin, ihr Engagement war auf Rücksichtslosigkeit gebaut, sie war eine Gegnerin der Freiheit (in einer Demokratie) ... ihre antidemokratischen und unfreiheitlichen Aspekten ihres Denkens und Handelns zeigt ein neues Buch. ...

Samstag, 19. Januar 2019

19.01.2019 - Hasen

Hasenmahl der Mafia?
 

Das Heilbronner Hasenmahl findet alljährlich an einem Freitagabend im Januar statt. Oberbürgermeister und Gemeinderat laden in den Ratskeller ein; im Mittelpunkt der Veranstaltung steht ein Hasenmahlredner, die launig-kritisch das Stadtgeschehen Revue passieren lassen. Wer diese Rede halten darf, das ist ein Geheimnis des Regierenden Oberbürgermeisters. 

Die erste schriftliche Erwähnung des Hasenmahls in Heilbronn stammt aus dem Jahr 1493. Weitere Nennungen sind z.B. aus den Jahren 1531, 1534 und 1543 bekannt. Bis 1624 fand das Hasenmahl jährlich und zwar meist am Neujahrstag statt. 

Dem Hasenmahl soll in der Regel eine Jagd der Ratsherren und Bürgermeister vorausgehen.
 

Ab 1596 ist von der Neujahrsmahlzeit im Zusammenhang mit der jährlichen Ämterbesetzung und dem gegenseitigen Treuegelöbnis zwischen Obrigkeit und Untertanen die Rede.
 

Die Veranstalter waren die Bürgermeister und der Rat, Gäste waren Kleriker, Schulmeister, Ärzte, Mühlmeister, Jäger, verdiente Bürger und Persönlichkeiten aus der näheren Umgebung – aber keine Katholiken und Juden.
 

Bis 1828/1830 waren Juden als Bewohner in der Stadt nicht gelitten, so der Befehl des evangelischen Rats.
 

Diese Schande und diese Sünde der evangelischen Kirche und evangelischer Rat in Heilbronn verschwieg 2019-Hasenmahl-Redner, Dekan a. D. Otto Friedrich, sorgfältig - wie die Evangelische Kirche nahezu immer.
 

Im 19. Jahrhundert wird das Hasenmahl dann nicht mehr erwähnt, so dass anzunehmen ist, dass mit dem Ende der Reichstadtzeit auch die Tradition des Hasenmahls ein Ende hatte.
 

1956 wurde von Oberbürgermeister Paul Meyle das Hasenmahl zu Jahresbeginn wieder eingeführt, „um Freund und Feind an einen Tisch zu setzen“. In den ersten Jahren waren auch Vorträge oder humoristische Abhandlungen auf der Tagesordnung.
 

Heute ist in Heilbronner Rathaus von Humor keine Spur zu finden – Redner, so heißt es in ironischen und sarkastischen Bemerkungen in der Stadt zu hören, kommen fast alle aus der sogenannten Gaffenberg-Mafia des evangelischen OB - und haben kaum Humor (selbst sein Sondergast, seine Berufsschul-Schülerin Sibel Kekilli*. Oder - wenn sie kräftige Unterstützer bei seiner OB-Wahl waren.

* Sibel Kekilli war am 16. Juni 1980 in Heilbronn geboren, Lehre bei der Stadt Heilbronn, Schülerin beim Berufsschullehrer Harry Mergel, dann begnadete/hochbegabte Pornofilme- und Tatort-Schauspielerin.

Freitag, 18. Januar 2019

18.01.2019 - Einschränken

Christliches Abendland? Müll.
 

Geistiger Müll muss beseitigt werden, wenn vom "christlichen" oder gar "christlich-jüdischen Abendland" gesprochen wird. Beides ist mehr Fiktion als Fakt, und außerdem gehört die eher zeit- als allgemeinhistorische Bezeichnung "christlich-jüdisch" zum vornehmlich deutschen Wiedergutmachungsvokabular. (...)
 

Bis 1492 gehörte der Islam zu Südwest-Europa. Zu Südosteuropa gehört er seit dem 14. Jahrhundert, wenngleich noch nicht zu Deutschland (um einen bekannten Hobby-Historiker, der zeitweilig Bundespräsident war, zu zitieren).
 

Betrachten wir die christliche Gegenoffensive etwas genauer. Sie begann als "Reconquista" Iberiens Mitte des 8. Jahrhunderts. Die Rolandsage um Karl den Großen ist ein frühes Zeugnis jener Epoche. "Muslime Raus!" Das war ihre Botschaft. Das mittelalterliche Gegenstück zum neuzeitlichen "Juden raus!" folgte im kirchlich-christlichen, weniger christlich-barmherzig-milden und kaum jesuanischen Zeitalter der Kreuzzüge von 1096 an.
 

Am Rhein wurden Juden regelrecht abgeschlachtet. Man lese Heines "Rabbi von Bacherach". Wir lernen: "Juden raus!" und "Muslime raus!" sind keine zeithistorische Erfindung. Das kirchlich-christlich-abendländische Sündenregister ist lang. 

Eine fundamentale Einschränkung sei hervorgehoben: Christentum und Kirche sind nicht immer gleichzusetzen. So wenig wie Aufklärung und Toleranz. Der große Aufklärer Voltaire schwelgte ganz und gar unaufgeklärt in antijüdischer und antimuslimischer Polemik. (Süddeutsche)

Donnerstag, 17. Januar 2019

17.01.2019 - Wohlsein

Das Wohlwollen der Medien
Ich hielt Claudia Roth ("Wie soll ich Sozialpolitik machen, wenn ich nichts empfinde?") für eine Heimsuchung oder Katrin Göring-Eckardt, die Frau, die mit den Bienen spricht. Habeck stellt alle in den Schatten. Niemand verkörpert den Politiker als Emotionalienhändler überzeugender als der Mann von der Küste. Keine Binse, die bei ihm nicht zu medialem Gold wird, kein Stein, der nicht durch das weiche Wasser seine Rede in Stücke bricht.


Was antwortet der Parteichef der Grünen auf die Frage, was ihn antreibe? "Wofür ich eine Leidenschaft habe, ist, vernünftige Interviews zu geben, Blogbeiträge zu schreiben, die nicht nur das Parteiprogramm wiederholen, auch mal ein Buch zu schreiben, wenn ich die Kraft und Zeit habe, und eben ganz direkt: die Debatte, wenn man dem Gegenüber in die Augen schauen kann." Die meisten Politiker sind froh, wenn sie dem Wähler hin und wieder die Hand schütteln können. Habeck begegnet ihm zwischen Interview und Buch auf Augenhöhe, ganz direkt im Ich und Du. Darunter macht er es nicht. (...)


Was mich an Habeck am meisten fasziniert, ist das Wohlwollen großer Teile des medialen Betriebs. Es heißt immer, der Journalismus sei der Beruf von Leuten, denen man nichts recht machen könne. Selbst über Mutter Teresa findet sich Abträgliches. Den Mann aus dem Norden finden alle im Prinzip toll. Habeck schafft es sogar, seine Mitvorsitzende blass aussehen zu lassen, ohne dass ihm das jemand übelnimmt.


Es ist wahrscheinlich nur ein böses Vorurteil, dass Journalisten alle Skeptiker und Zyniker sind. Auch wir Journalisten sehnen uns, tief im Innern, nach Liebe und Geborgenheit. Oder, um mit Robert Habeck zu sprechen: der Debatte, bei der man dem anderen in die Augen schauen kann. (SPIEGEL)


16.01.2019 - Rauschgift

Der Dealer und seinen Stoff
Matthias Matussek, bis 2014 selbst mehr als 25 Jahre als Reporter, Kulturchef und Kolumnist beim Spiegel tätig, sieht das Magazin schon lange auf Abwegen, weil es sich vom Credo des Spiegel-Gründers Rudolf Augstein verabschiedet hat. 

Bei der im Foyer des Spiegel-Hauses an die Wand geschriebenen Devise „Sagen, was ist“ fehlt nämlich der zweite Teil des Satzes. „Rudolf sagte: «Sagen, wie die Welt is – und nich, wie se sein soll.» Diesen Halbsatz hat der Spiegel seit Jahren, zu seinem eigenen Schaden, vergessen“, schreibt Matussek in der aktuellen Titelgeschichte des Monatsmagazins Tichys Einblick.
 

„Im Spiegel ging es in den letzten Jahren nicht mehr darum, Fakten zu präsentieren, sondern um Haltung, und das berührt eine viel tiefere Krise des Journalismus“, so Matussek. »Haltung beginnt, wo das Faktensammeln aufgehört hat. 

Haltung ist ein Erziehungsprojekt geworden, und wir wissen, dass Journalisten in Deutschland zu drei Vierteln eher zu links-grün erziehen möchten. „Haltung“ scheint daher zum obersten journalistischen Gebot zu werden«, stellt Matussek fest. Reporter Claas Relotius habe deshalb schlicht und einfach passgenau das geliefert, was der Spiegel erwartete. „Er war der Dealer, der sagen konnte: Ich hab genau den Stoff dabei, den du brauchst.“ ... (TICHY)

Dienstag, 15. Januar 2019

15.01.2019 - Gehört zu Europa


Debatte um abgeschmetterten May-Plan

Gebt den Briten ihren Brexit, ihr EU-Paragraphenreiter!

Von Alexander von Schönburg
16.01.2019 - 15:38 Uhr- BILD

Nun werden Stimmen laut, „hart“ zu bleiben gegenüber Großbritannien. Dabei schwingen unverhohlen anti-britische Ressentiments durch – unter dem Motto „Ihr gehört doch eh nicht zu Europa, macht Euren Dreck alleine!“

Das ist völlig unverantwortlich.
Großbritannien ist kein Land, das man einfach vom Hof jagen kann, weil uns deren Auffassung von Souveränität nicht passt. Gerade Deutschland ist aus historischen Gründen gut beraten, ein wenig leise zu treten, was dieses stolze Land angeht. Es war das Land, angeführt von Winston Churchill (1874-1965), das als einziges und erstes Hitler die Stirn bot, als Deutschland den Zweiten Weltkrieg vom Zaun brach.

Großbritannien war damals auch das erste Land, das seine Grenzen für deutsche Flüchtlinge jüdischer Herkunft öffnete. Ohne Großbritannien, das seine Söhne für die Freiheit unseres Kontinents opferte, gäbe es das freie Europa nicht.

Es gibt eine lange Traditionslinie, die britischen Inseln von Europa abzukapseln – Frankreichs Charles de Gaulle (1890-1970) Traum war es, mit dem Vorgänger der EU, der EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft), eine Art moderne Version eines fränkischen Großreichs à la Karl dem Großen (742-814) zu schaffen – ein europäischer Superstaat explizit ohne Großbritannien. 1963 stellte London den Antrag zum Beitritt zur EWG, wegen des Widerstands de Gaulles dauerte es zehn Jahre, bis Großbritannien endlich aufgenommen wurde. Der Mann, der sich de Gaulles neo-fränkischem Traum entgegenstellte, war unser Bundeskanzler Konrad Adenauer (1876-1967).

Wo bleibt ein Staatsmann im Format Adenauers heute?
Einer, der auf den Tisch haut, den Bürokraten in Brüssel ihre Paragraphenreiterei um die Ohren haut und eine historische Vision vorzuweisen hat? Einer, der die Junckers und Barniers in die Schranken weist und uns an unsere verdammte Pflicht und Schuldigkeit erinnert, Großbritannien einen Ausstieg zu ermöglichen, der nicht darauf hinausläuft, das Land zu bestrafen? Ein Mann, der an das eigentliche Gründungsideal der EU erinnert: ein Staatenbund, kein Superstaat, ein Staatenbund, der auf die historischen Eigenarten seiner einzelnen Mitglieder Rücksicht zu nehmen weiß.

So schwierig wäre das gar nicht. Selbst die härtesten Brexit-Befürworter wie Boris Johnson haben längst geschluckt, dass ein Austritt aus der EU wohl eine Art Wirtschaftsgemeinschaft mit eben dieser zu bedeuten hat, wenn das halbwegs schmerzlos von statten gehen soll. Es gibt eigentlich nur noch einen Knackpunkt von fast nur symbolischer Bedeutung. Wenn wir den Briten in diesem winzigen Punkt entgegenkommen, ziehen wir den Brexit-Fundamentalisten den Teppich unter den Füßen weg und Premierministerin Theresa May würde den mit Brüssel in zweieinhalbjähriger Mühsal erarbeiteten Vertrag problemlos durchs Parlament bekommen.

Der Knackpunkt? Nordirland.
Die von Brüssel diktierte Notfall-Lösung („Backstop“) sieht vor, dass Nordirland, falls es nicht zu einer Einigung kommt, eine Art Sonderstatus bekommt und damit de facto in der EU verbleiben würde.

Das ist völlig unakzeptabel für Großbritannien!
Nordirland ist aus Londoner Sicht ebenso ein Teil von Großbritannien wie das Saarland oder Bayern Teil von Deutschland ist. Tonnenweise Blut wurde vergossen, weil sich die Briten drei Jahrzehnte lang gegen die dortigen Separatisten wehrten. Wollen die EU-Bürokraten der Terrororganisation IRA, auf deren Konto mindestens 3700 Tote durch Anschläge gehen (darunter 1800 Zivilisten), rückwirkend zum Sieg verhelfen? Das wäre eine Schande von historischer Dimension.

Die Bürokraten in Brüssel – und auch Kanzlerin Merkel – sagen scheinheilig: Ihr wollt doch selber keine „harte“ Grenze zwischen EU-Mitglied Irland und dem britischen Nordirland – also lasst Nordirland doch im Fall der Fälle „provisorisch“ Teil des EU-Handelsraums sein!

Die Drohung mit der „harten“ Grenze ist ein Skandal. Spätestens seit der Flüchtlingskrise wissen wir, dass Grenzen formell existieren und trotzdem durchlässig sein können. Die einfachste – die unbürokratischste – Lösung wäre, im Fall der Fälle eine Grenze quer über die irische Insel zuzulassen, dort aber eben keine Schlagbäume zu errichten. Eine salomonische Lösung, für die die genau jene Politiker, die uns ständig von der Überflüssigkeit von Grenzen erzählen, die Vision fehlt.

Die EU sollte die Arme jetzt weit öffnen für die Briten! Zollunion ja, jede Form von Sonderstatus für Nordirland nein. Herr Juncker, Frau Merkel: Kommt herunter von Eurem hohen Ross! Ihr badet in dem Triumph, in Frau May einen schwachen Verhandlungspartner gefunden zu haben. Vor lauter Stolz seht Ihr nicht, dass Ihr historische Schuld auf Euch ladet, wenn Ihr Spaß daran findet, dieses stolze Land in die Knie zu zwingen. De Gaulle würde Euch applaudieren. Adenauer dreht sich im Grabe. (BILD)

31.12.2019 - Silvester

Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern Von Hans Christian Andersen Es war ganz grausam kalt; es schneite und es begann d...