Donnerstag, 21. November 2019

22.11.2019 - Attentäter

Linke Attentäter - heute und vor 30 Jahren?
Der Täter saß Dienstagabend in dem kleinen Publikum in Berlin, hörte den Chefarzt Dr. Fritz von Weizsäcker (Sohn von Richard von Weizsäcker) 55 Minuten bei seinem Vortrag zum Thema „Fettleber“ zu. Dann stand er plötzlich auf, attackierte den Chefarzt der berühmten Schlosspark-Klinik in Berlin und verletzte ihn mit einem Stich in den Hals tödlich.
Nach BILD-Information heißt der Täter, der noch am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden soll, Gregor S. Der 57-Jährige kommt aus Andernach (Rheinland-Pfalz) und war bislang nicht polizeibekannt.
Nach BILD-Informationen liegt das Motiv für die Bluttat in der Vergangenheit von Richard von Weizsäcker († 94). Gregor S. soll angegeben haben, den ehemaligen Bundespräsidenten zu hassen. Ob er linker Polit-Terrorist ist, das wird momentan untersucht.
Als Grund soll der Täter seine Verbundenheit mit dem vietnamesischen Volk angegeben haben – und die Tätigkeit Richard von Weizsäckers in der Geschäftsführung des Chemie- und Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim zwischen 1962 und 1966.
Die Firma unterstützte den amerikanischen Konzern Dow Chemical bei der Herstellung des Entlaubungsmittels „Agent Orange“, welches im Vietnamkrieg Hunderttausende Menschen vergiftete.
Während der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse war Richard von Weizsäcker im sogenannten ‚Wilhelmstraßen-Prozess‘ Hilfsverteidiger seines Vaters, des SS-Brigadeführers und Staatssekretärs Ernst von Weizsäcker, der aufgrund seiner aktiven Mitwirkung bei der Deportation französischer Juden nach Auschwitz wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu einer sieben-, später fünfjährigen Haftstrafe verurteilt wurde. Richard von Weizsäcker bezeichnete das Urteil später immer als „historisch und moralisch ungerecht“.
Die Staatsanwaltschaft sprach über den Tätern von einer „akuten psychischen Erkrankung“.
Vor 30 Jahren gab es ein Attentat in Hamburg auf Richard von Weizsäcker - aus gleichen politischen Gründen.
Der Mann, der den Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker in Berlin mit Messerstichen getötet hat, ist offenbar psychisch krank. Laut Staatsanwaltschaft handelte er aus Hass auf die Weizsäckers. Klar doch ... kein Attentäter ... ein kranker Mann... kein linker Terrorist... warum? Berlin ist doch eine kommunistische Volksrepublik ...

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