Sozi-Politik in Berlin - peinlich, sehr verlogen peinlich!
„…Der Einblick in Giffeys abgeschriebene Doktor-Arbeit ist über das Internet nur noch eingeschränkt möglich. Notwendig sind seit neuestem „Login-Daten“. In der weiterhin frei verfügbaren Titelinformation ist die erteilte Rüge, trotz dieser bereits durchgeführten Änderung, bislang nicht vermerkt. Genau das aber hatte die Universität angekündigt zu tun. Im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek ist seit neuestem vermerkt, dass das Dokument „vorübergehend gesperrt“ sei. Im vergangenen Jahr hatte der Kölner Datenschutzexperte Rolf Schwartmann in der F.A.Z. dargelegt, dass Plagiate in Bibliothekskatalogen erkennbar sein müssen: „So wie das Plagiat nicht verjährt, verjährt auch die Pflicht, es öffentlich zu machen, nicht.“
Immerhin wird die FU Berlin nun die falsche Titelbezeichnung der Doktormutter in Giffeys Arbeit korrigieren – knapp zehn Jahre nach Einreichung der Dissertation. In Giffeys Arbeit wird die Erstgutachterin als „Prof. Dr. rer. Pol. Tanja Anita Börzel“ bezeichnet, obwohl sie am European University Institute in Florenz einen Ph.D erworben hat, also kein Dr. rer. Pol. ist. Aufgefallen war das bisher wohl weder der Doktormutter noch ihrer Universität. Auch das vermag eine Idee dazu zu vermitteln, wie gründlich Giffeys Arbeit gelesen wurde.“
Mittwoch, 20. November 2019
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