Samstag, 15. Juni 2019
15.06.2019 - Unwürdig
Lüge und Wahrheit
Ich bin immer noch von der Praxis und der täglichen Realität, die aus dem angelsächsischen Denken entspricht, sehr beeindruckt – und werde diese Praxis immer verteidigen.
Ein wichtiger journalistischer Grundsatz in USA und GB:
Eine Verlautbarung einer Regierung soll ein Journalist immer als Lüge betrachten, sollte sich bei der journalistischen Recherche herausstellen, dass diese Verlautbarung der Wahrheit entspricht, umso besser für die Demokratie.
Zur angelsächsischen Meinungsfreiheit gehört auch, wenn ich sage:
Der monotheistische Gott der Juden, Christen und Muslime ist kein humaner Gott, sondern ist nur ein rachsüchtiger, frauenverachtender, Schwule hassender, inhumaner Wüstengeist.
Oder:
Ich bin der Ansicht, die US-Mondreise und -Mondlandung ist ein übler Hollywood-Film.
Das gilt für mich für den Holocaust.
„Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen.“ (Voltaire)
Beim Holocaust – da habe ich sehr viele Biografien von Egon Kogon bis zu Primo Levi gelesen. Ich erinnere mich genau, als die Auschwitz-Tafel um 1990 von polnischen Historikern abgeschraubt wurde – jetzt waren es plötzlich statt sechs Millionen Juden in Auschwitz „nur“ noch knapp eine Million Juden ermordet.
Meine skeptischen und kritischen Holocaust-Betrachtungen haben sich seitdem nicht geändert. Wir mit Toten, KZ-Häftlingen, jüdische Flüchtlingen nach Kriegen rechnet - bei Renten, der muss sich ertragen, nachzufragen. Vor allem in Ludwigsburg, Jerusalem, New York.
Auch gegenüber den Kostüm-Juden, die sich nach einer gewissen Zeit als Lügner ausstellen – siehe auch die Frau Hingst (siehe den beigelegten SÜDDEUTSCHE-Artikel im Anhang).
Der fatalen Ansicht in gewissen Kreisen, diese Lügner haben es doch nur gut gemeint, halte ich dagegen:
Für mich sind diese Lügner schlichte Verbrecher.
Mit den Holocaust-Leugnern habe ich mich nur am Rande beschäftigt. Aber auch hier finde ich die deutschen Strafen übertrieben – im Gegensatz zur angelsächsische Praxis in der Frage der Meinungsfreiheit bei den Holocaust-Leugner.
Einem Deutschland mit zwei blutigen Diktaturen im letzten Jahrhundert stehe ich sehr, sehr kritisch und abwartend gegenüber – und jetzt im vereinigten Deutschland bricht diese widerliche Diktatur-Tradition im Denken und teilweise im Biedermeier-Handeln immer wieder auf.
Bei dem Gouvernanten-Denken – aus der deutschen Jugendbewegung, vor allem bei der Historie der KPD, SPD, NSDAP, und dort bei der SS – ist heute bei den Grünen zu finden, aber auch bei der DDR2.0-Merkel-Union.
Ich halte immer noch den Satz von Hanns Joachim Friedrichs für richtig und gut und notwendig, vor allem für Journalisten:
„Distanz halten, sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten, nicht in öffentliche Betroffenheit versinken, im Umgang mit Katastrophen cool bleiben, ohne kalt zu sein.“
Mittelalterliche Praxis gegenüber Andersdenkenden ist heute demokratieunwürdig … Distanz, Kritik und Skepsis – das ist für uns Deutsche für unsere Geschichte angemessen.
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