Gabor
Steingart und der „Journalist“
Ein
geschwärztes Interview und viele offene Fragen
Es
ist ein außergewöhnlicher Vorgang: Ein Journalist gibt ein Interview – und
zieht es später komplett zurück. So geschehen ist das nun im Fall von Gabor
Steingart, der mit dem Magazin „Journalist“ gesprochen hat. Hintergrund des
Streits ist auch die Frage, wie Medien mit Autorisierungen umgehen. ...
Interview und Gespräch
Ich finde, ein Interview ist ein Gespräch mit dem, der Fragen stellt, und jenem Menschen, der Antworten gibt ...
Ein Verhör ist ein Gespräch zwischen einem Staatsanwalt und einem Angeklagten ...
Wenn das journalistische Interview in die Hose gegangen ist, dann muss man das Interview nicht veröffentlichen... dann ist halt kein Interview mehr ... nur die Fragen zu veröffentlichen (wie bei Steingart) ist lächerlich ...
Dann hätte man vorher vereinbaren können, ein lockeres Gespräch (ohne Frage-Antwort) zu führen, dass nicht vom Befragten gegengelesen wird - sozusagen ein journalistischer Bericht über ein Gespräch ...
Ein Interview ist kein Verhör, an dem zum Ende die Guillotine steht ... wir sind nicht in der stalinistischen Sowjetunion ... auch wenn einige bolschewistische Journalisten in Deutschland meinen, wir würden in der DDR2.0 - eine Gouvernanten-Republik - leben, in der das Volk so denken müsse wie die Regierung das vorschreibt (siehe auch "Erika")...
Wie gesagt:
Der Journalist ist kein Staatsanwalt... zumindest nicht in einer Demokratie ... so habe ich es gelernt ... ein journalistisches Interview ist ein Gespräch mit Erwachsenen in einer westlichen Demokratie.
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