Sonntag, 7. Juli 2019

07.07.2019 - Anarcho

Affront gegen links-grünes Spießertum
Harald Schmidt, Komiker und Satiriker der ersten Stunde, hat dem österreichischen ORF ein Interview gegeben, und die FAZ schäumt.
Schmidt: „Heute würde ich mir sehr genau überlegen, was ich auf einer Bühne mache.“ Und: „Mit den heutigen Maßstäben, auch der Political Correctness, der Sprachpolizei und des linksliberalen Mainstreams, hätte ich meine Show nach einer Woche abgenommen bekommen.“ ...
Schmidt war nie linksliberal, sondern eher liberal und subversiv. Das hat man als Kontrapunkt zur Haltung des damaligen Establishments geschätzt. Auf Kontrapunkte zum heutigen Establishment, das selbst links-liberal ist, reagiert man empfindlich. Scheinheiligkeit und Bigotterie stehen hoch
Im Kurs - auch bei der FAZ. ...
Harald Schmidts ‚Schlagworte‘ sind nicht originell, sondern trivial einfach deshalb, weil sie so alltäglich und wahr sind. Die Wahrheit ist oft unoriginell. Schmidt war ein Anti-Spießer als das Spießertum überwiegend konservativ war. Heute ist das Spießertum links-grün und Schmidt bleibt sich als Anti-Spießer einfach treu. ...
Ein FAZ-Autor (Martin Benninghoff, 4. Juli 2019)hat sich auf den Schlips getreten ...
Harald Schmidt war halt noch nie ein Vertreter politischer Korrektheit, weder einst noch jetzt. ...
Übrigens habe ich Harald Schmidt noch nie als linksliberal wahrgenommen. Eher als Anarcho. Früher war es halt schick, wider den Stachel zu löcken, heute muss man da sehr vorsichtig sein ... da hat der Harald Schmidt völlig recht. In unserem Biedermeier-Deutschland.

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