Mittwoch, 29. Mai 2019

29.05.2019 - Abgebaut

Strobl wird abgebaut
Thomas Strobl, Innenminister der CDU in der grünschwarzen Koalition in Baden-Württemberg, wird 2021 nicht Spitzenkandidat der Union werden. Das hat Strobl dieser Tage erklärt.
Jetzt zählen seine Gegner in seiner Partei, wann er seinen Minister-Posten in Stuttgart verlässt - um in die "freien Wirtschaft" zu wechseln. Es gibt ja jetzt viele staatliche Firmen in Deutschland, in den abgehalfterte Politiker locker einen Job bekommen können.
Es gab Zeiten, da hatte Strobl seiner Partei einen gewissen dynamischen Input gegeben. Aber in Baden-Württemberg stand Thomas Strobl in den letzten Jahren zu oft als Verlierer da.
Da haben selbst schwäbische Komiker sich über ihn lustig gemacht, zur Witz-Figur karikiert - und Strobl als tuntige Lusche dargestellt. Diese gnadenlosen Witze hatten sich sogar in der Ländles-Christenunion herumgesprochen.
Trotz CDU-Vize in Deutschland wurde Strobl nicht in Berlin Minister, sondern in der schwäbischen Provinz Polizei-Minister, verlor sein sehr geliebtes Amt als Bundestagsabgeordneter, und hatte keinen Parlamentssitz in Stuttgart.
CDU-Landesvorsitzender? Naja – vornehmlich bestimmen die Partei-Fürsten im Ländle in den vier Land-Teilen Nordwürttemberg, Südwürttemberg/Hohenzollern, Südbaden und Nordbaden. Und Strobl verachtete die christdemokratischen Traditionen im Ländle.
Hinzu eine grandiose Sünde: Strobl verwechselte das Ländle mit Bayern und stolzierte zu stark gebräunt als Dressman für Trachten-Kostümen.
Das war mehr als nur lächerlich - und zauberte in den Gesichtern bei den Parteimitglieder und Wählern ein ironisches Grinsen. Das könnte politisch schädlich - bis tödlich sein. Und jetzt?
Strobl wird in der Union jetzt schon abgebaut … ab in Richtung zu einem ruhigen Manager-Sessel …

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

31.12.2019 - Silvester

Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern Von Hans Christian Andersen Es war ganz grausam kalt; es schneite und es begann d...