Samstag, 27. April 2019

27.04.2019 - Wichtig

Ein wichtiger Name: Pete Buttigieg
Der demokratische Präsidentschaftskandidat Pete Buttigieg machte sich kürzlich über seine sexuelle Besonnenheit lustig, als er erzählte, dass er seinen Ehemann über eine Dating-App gefunden hatte. „Möglicherweise nicht die App, an die Sie denken“, scherzte er Anfang April vor einem äußerst freundlichen, vom „Gay and Lesbian Victory Fund“ versammelten Publikum – ein deutlicher Hinweis auf die schwule Netzwerk-App Grindr. (Buttigieg fand seinen späteren Ehemann, Chasten, der inzwischen erstaunlicherweise zum interessantesten und beliebtesten Wahlkampf-Gatten geworden ist, über die Dating-App Hinge, die stärker auf langfristige Beziehungen ausgerichtet ist.) In seinen zum Bestseller gewordenen Memoiren Shortest Way Home schreibt Buttigieg: „Abgesehen von der Gleichgeschlechtlichkeit war unser erstes Date etwas, das unsere Eltern als typisch und sogar altmodisch hätten empfinden können.“ ...
Buttigieg ist ein Vorbild für ein konventionelles, bürgerliches schwules Familienleben und zitiert überdies gern ohne jede Ironie die Bibel. Der heterosexuelle Präsident, den Buttigieg zu besiegen hofft (und den unsere selbsternannte „moralische Mehrheit“ scheinheilig unterstützt), ist dagegen zum dritten Mal verheiratet; er bestach eine Pornodarstellerin, um zu verhindern, dass sie ihre ehebrecherische Beziehung öffentlich machte ...
Dass ein offen homosexueller Politiker sich selbst überzeugend als jemand darstellen kann, der tugendhafter ist als sein heterosexueller Gegner, zeugt von mehr als nur dem Charakter des gegenwärtigen Präsidenten. Es beweist, wie dramatisch sich die Wahrnehmung der Homosexualität in den Vereinigten Staaten gewandelt hat. ... (FAZ)

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