Jesus hat überlebt?
Für die römischen Soldaten war klar: Jesus ist tot. Ihm die Schenkel zu zerschlagen, wie den beiden Verbrechern, die mit ihm gekreuzigt worden waren, hielten sie für unnötig. Dass ihm der eine Soldat die Lanze in die Rippen stiess, war nicht mehr als eine beiläufige Geste, die bestätigen sollte, was ohnehin jeder sehen konnte: In diesem Körper war kein Leben mehr.
Aber eben, vielleicht war alles anders. Vielleicht stellte der römische Soldat mit seinem Lanzenstich nämlich nicht den Tod Jesu fest, sondern rettete ihm das Leben. Aus der Wunde, welche die Lanze schlug, sei Blut und Wasser geflossen, heisst es bei Johannes. So steht das bei keinem anderen Evangelisten. Und das könnte dafür sprechen, dass die Beobachtung authentisch ist. Ein Detail wie dieses erfindet man kaum, wenn man es nicht beobachtet hat. Für die römischen Soldaten ist klar: Jesus ist tot. Ihm die Schenkel zu zerschlagen, wie den beiden Verbrechern, die mit ihm gekreuzigt worden waren, hielten sie für unnötig. Dass ihm der eine Soldat die Lanze in die Rippen stiess, war nicht mehr als eine beiläufige Geste, die bestätigen sollte, was ohnehin jeder sehen konnte: In diesem Körper war kein Leben mehr.
Aber eben, vielleicht war alles anders. Vielleicht stellte der römische Soldat mit seinem Lanzenstich nämlich nicht den Tod Jesu fest, sondern rettete ihm das Leben. Aus der Wunde, welche die Lanze schlug, sei Blut und Wasser geflossen, heisst es bei Johannes. So steht das bei keinem anderen Evangelisten. Und das könnte dafür sprechen, dass die Beobachtung authentisch ist. Ein Detail wie dieses erfindet man kaum, wenn man es nicht beobachtet hat. Der römische Soldat habe das getan, was jeder Arzt heute täte, sagt Johannes Fried: Er punktierte die Pleurahöhle von Jesus und entlastete so die Lunge. Das Sekret aus Wasser und Blut konnte abfliessen, und das linderte die Atemnot. Denn es könnte durchaus sein, dass Jesus nach der neunten Stunde gar nicht tot war. Das schreibt der deutsche Historiker in seinem neuen Buch «Kein Tod auf Golgatha. Auf der Suche nach dem überlebenden Jesus».
Auch wenn es kaum erkennbar gewesen sei, habe Jesus am Kreuz möglicherweise nur eine Kohlendioxidvergiftung gehabt und noch schwach geatmet, vermutet Fried. Und nachdem Josef von Arimathäa ihn vom Kreuz genommen habe, hätte er sich so weit erholen können, dass er im Felsengrab wieder zu Bewusstsein gekommen wäre. Gefährten hätten ihn dort geholt und gepflegt.
Jesus wäre entkommen, seine Anhänger hätten die Legende der Auferstehung gesponnen, und sie hätte die Realität verdrängt. Eine Realität, die nur wenige Eingeweihte kannten und sorgsam für sich behielten. Allerdings: Entdeckt werden durfte Jesus auf keinen Fall. Deshalb musste die Himmelfahrt erfunden werden. Und Jesus hätte sich irgendwo verborgen halten müssen, bis an sein seliges Ende. Wo? (NZZ)
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