Streng regulieren
"Märchen sollte man nicht allzu wörtlich nehmen, aber sie können Lebensweisheiten enthalten. Da verleihen die Gebrüder Grimm ihrem Wolf mittels Kreide eine sanfte Stimme, auf dass die Geislein ihn für die liebe Mutter halten und einlassen. So funktioniert das Leben nicht, doch eines lässt sich daraus lernen: Wer Kreide frisst, muss sich fragen lassen, ob er nicht vielleicht der böse Wolf ist.
Der sorgt gerade, nach dem Problembär Bruno, für die nächste Aufregung um die Artenvielfalt in deutschen Wäldern und entzweit die Gesellschaft. Auf der einen Seite steht eine romantische Willkommenskultur, welche die Rückkehr eines schicken Beutegreifers feiert, der unter strengstem Artenschutz steht, obwohl er gar nicht selten ist. Auf der anderen stehen Angst und gerissene Weidetiere. Naturschutzverbände und Fanklubs üben sich darob im Verharmlosen und füttern die Leute mit Halbwahrheiten. ...
Der Wolf ist nun mal da, und wir werden ihn nicht mehr los. In einem Land, in dem seriöse Männer stundenlang um das Leben einer Ratte kämpfen, für die ein paar Meter weiter Giftköder ausgelegt ist, kann es gesellschaftlichen Frieden nur geben, wenn die Bestände streng reguliert werden." (FAZ)
Samstag, 9. März 2019
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