Sonntag, 10. Februar 2019

10.02.2019 - Schaden

Die eitelsten Berufsgruppe
„Journalisten sind zusammen mit darstellenden Künstlern – in Film, Oper und Theater – wahrscheinlich die eitelste Berufsgruppe, die es gibt. ...“
Schadet der Fall der ganzen Medienbranche?
„Das lässt sich noch nicht abschätzen. Deshalb ist es so wichtig, dass der Fall sehr gründlich und selbstkritisch aufgeklärt wird. Das ist nicht nur die Aufgabe des «Spiegels», sondern von allen Medienhäusern. Es darf auf keinen Fall der Eindruck entstehen, dass es eine Art Branchensolidarität gibt.“ (…)
„Relotius hat eine Ware geliefert, die gewünscht war, und zweifellos nicht nur vom «Spiegel». Diese Ware basiert auf einem bestimmten Sound, den Jurys von Journalistenpreisen gefördert haben. Aber es geht auch um die Ideologie eines intellektuellen Milieus. Da sehe ich bei Relotius einen roten Faden: Die Texte sind oft amerikakritisch, wenn nicht antiamerikanisch. Und sie basieren auf dem Prinzip der Willkommenskultur: In einem Text von Relotius träumen Flüchtlingskinder von Angela Merkel – solche Dinge werden nicht per Zufall erfunden, sondern bedienen eine ideologische Erwartungshaltung. Relotius hat einen Sound und eine Haltung geliefert, die seine Chefs wollten und die die Jurys der Journalistenpreise toll finden. Am Ende war es für ihn leichter, solche Geschichten zu erfinden, als jedes Mal aufwendig zu recherchieren. Denn die Welt sieht nicht immer so aus, wie man sie sich wünscht.“ (NZZ)

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